Geburtsbegleitung: 

Bisher sind Wahlhebammengeburten im Krankenhaus Eisenstadt, in dem ich seit 2010 angestellt bin, leider nicht möglich. Evtl. wird es diese Möglichkeit in Zukunft geben, in diesem Fall könnte ich von meiner Seite aus voraussichtlich ab April 2021 meine Dienste als Wahlhebamme anbieten.

Eine Wahlhebamme ist in den letzten Wochen vor dem Geburtstermin 24h für ihre Klientin rufbereit, übernimmt die gesamte Betreuung während der Geburt und der ersten Stunden danach. Die Kosten dafür sind privat zu bezahlen. Statt der meist fremden diensthabenden Hebamme werden Sie von Ihrer Wahlhebamme begleitet, die Sie schon während der Schwangerschaft kennen gelernt haben. So können Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen mit ihr absprechen und ein Vertrauensverhältnis aufbauen.

Eine Wahlhebamme kann für Sie das Richtige sein, wenn Sie

  • Ihre Hebamme schon früh in der Schwangerschaft kennen lernen und kontinuierlich von ihr betreut werden wollen, als Ansprechpartnerin während der gesamten Lebensphase (z.B. Beratung in der Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Geburtsbegleitung, Hausbesuche im Wochenbett, Rückbildungskurs und Stillgruppe aus einer Hand)
  • sichergehen wollen, dass die Hebamme während der Geburt viel Zeit für Sie hat und nicht mehrere Gebärende gleichzeitig betreuen muss
  • spezielle Wünsche und Vorstellungen haben und diese schon vor der Geburt mit Ihrer Hebamme abstimmen möchten
  • einen Kaiserschnitt, einen Dammschnitt oder eine Saugglockengeburt möglichst vermeiden wollen (die Eins-zu-Eins-Betreuung senkt erwiesenermaßen die Rate an solchen Eingriffen)
  • mit einer traumatischen ersten Geburt, Missbrauchserfahrungen oder großen Ängsten zu kämpfen haben und deswegen die Betreuung durch eine vertraute Hebamme bevorzugen

Was ist mein Verständnis von Geburtshilfe?

Ich bin eine Anhängerin der zurückhaltenden, interventionsarmen Geburtshilfe. Das bedeutet, ich vertraue darauf, dass die meisten Geburten gut verlaufen und wenig Eingriffe benötigen, aber viel aufmerksame Beobachtung und gute Betreuung. Für einen Wehentropf oder die Eröffnung der Fruchtblase braucht es meiner Meinung nach einen sehr guten Grund – und die Zustimmung der Gebärenden. Ein Dammschnitt ist nur in den allerseltensten Fällen tatsächlich notwendig. Jeder Eingriff in den Geburtsverlauf sollte gut überlegt und abgewogen werden, denn allzu oft zieht er negative Folgen nach sich. Notfälle treten im Kreißsaal nur selten auf – dann allerdings ist schnelles und beherztes Eingreifen selbstverständlich.

Sehr wichtig ist mir auch das Bonding, also der intensive erste Hautkontakt und das Kennenlernen zwischen Eltern und Kind unmittelbar nach der Geburt, sowie die bestmögliche Unterstützung eines guten Stillbeginns.

  

Fotos: Eva Schranz